7 Juli 2011 0 Kommentare

Ein arabisches Segelschiff kreuzt zwischen den Kontinenten

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Bei arabischen Küsten- und Segelschiffen handelte es sich zum überwiegenden Teil um kleinere Segelschiffe, die mit zwei Segelmasten erbaut wurden. Ursprünglich dienten die Segel jedoch nur als Aushilfsantriebsmittel, die Segelschiffe wurden von Ruderern angetrieben. Die Form des Rumpfes und die Anzahl der Masten waren Grundlage für die Bezeichnung der Segelschiffe. Am bekanntesten sind die arabischen Segelschiffe Sambuke, Dhau und die Schebecke. Segelschiffe arabischer Bauart zeichneten sich vor allem durch einen ausgeprägt schlanken Schiffskörper aus, der sich strömungsgünstig steuern lies. Diese standen schon Ende des 18. Jahrhunderts für ein Symbol der überaus erfolgreichen und weltbekannten arabischen Schiffsbaukunst.

Ein besonderes Kennzeichen der arabischen Schiffsbaukunst ist die Verwendung eines dreieckigen Schratsegels, das auch als Dhau bezeichnet wird. Dieses gab dem Segelschiff Dhau auch seinen Namen. Nahezu alle arabischen Wasserfahrzeuge, selbst die Schlepper, die den Nil befuhren, wurden mit diesem markanten Schratsegel ausgestattet. Dadurch ist es nicht verwunderlich, wenn nahezu alle Segelschiffe der arabischen Welt heute in Europa sofort als Dhau bezeichnet werden. Die arabischen Schiffsbauer verwendeten diese Schratsegel hauptsächlich, weil diese dem Wind eine sehr große Angriffsfläche bieten, und dadurch ein schnelleres Vorwärtskommen auf den Gewässern möglich wurde. Als typische Segelschiffe arabischer Bauart sind auch Ganjas, Gundras, Buhms und Zaruks bekannt geworden. All diese Segelschiffe konnten bei Bedarf auch zu kriegerischen Fahrten benutzt werden.

Das traditionelle arabische Segelschiff Sambuke wurde dagegen sehr oft nur von Perlentauchern benutzt. Dieses kleine und sehr wendige Segelschiff lies sich ideal in Küstengewässern steuern und konnte auch min einer minimalen Besatzung gut gesteuert werden. Bis heute ist die arabische Sambuke noch auf den Meeren zu finden. Heute sind mit diesem Segelschiff aber kaum noch Perlentaucher unterwegs, sondern es dient dem Transport von Waren über kürzere Strecken oder als Segelausflugsschiff für Urlauber.

Foto: © Andrea Seemann – Fotolia.com

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