So finden Sie die passenden Winterskigebiete für sich
Milde Winter und steigende Wärmegrade machen vielen traditionsreichen Wintersportregionen das Leben schwer. Wo sich die Pisten nicht in ausreichend großer Höhe befinden, droht das wirtschaftliche Aus ganzer Tourismuszweige. Denn Schneesicherheit können oft nur noch Winterskigebiete ab höheren Lagen bieten. In niedrigeren Wintersportgebieten bleiben die Touristen aus.
Natürlich lässt sich auch mit Skikanonen und viel Kunstschnee manches ausgleichen und nachbessern. Doch die Abfahrt auf einem weißen Schneestreifen umgeben vom milden Grün der Bergwiese ist auch ein Anblick, an den sich manche Skisportfreunde erst gewöhnen müssen. Und die Abfahrt im frischen Pulverschnee hat auch nicht wenig Anhänger. So bleibt vielen Tourismusbehörden vor Ort nichts Weiteres als eine allmähliche Neuorientierung im Marketing-Konzept. Bergwandern hat schließlich auch seine besonderen Vorzüge. Und ein Abzug der Touristenströme aus den Berghängen in die Wellnessanlagen der Hotels direkt am Ort hat unter Umweltverträglichkeitsaspekten auch etwas für sich. Skilift-Betreiber haben dabei allerdings das Nachsehen. Eine Umrüstung für neue Zwecke gelingt nicht immer.
Winterskigebiete, die sich in höheren Lagen befinden, können sich indessen umso mehr über Ausweichtouristen freuen. Wo der Hausgletscher befahrbar ist und nicht lange Anfahrtstrecken den Alpinen Fan abschrecken, sehen die Zukunftssaussichten besser aus. Den einen zur Freude, den andern zum Leid. Denn über eine Überflutung mit skiabfahrts-hungrigen Urlaubern kommt auch nicht jeder Bergort leicht zurecht. So darf man gespannt sein, welche Gesamtkonzepte sich zukünftig in der Wintersportindustrie durchsetzen werden.
Die Gebiete in den schneeärmeren niedrigen Regionen werden das dann mit vielleicht wehmütigem Blick verfolgen. Und mancher Skifreund, der den alljährigen Skiurlaub im selben Stammhotel nicht mehr buchen kann, genau so. Für alle, die solche Wintersportorte in der Nähe kennen und schätzen, empfiehlt sich daher, die kommende Zeit gut zu nutzen, um jetzt auf der alten Lieblingspiste noch die eine oder andere Abfahrt zu absolvieren, solange das noch geht.
